Bericht aus den Ruhrnachrichten von Beatrice Haddenhorst. Internationale Aufmerksamkeit will das Ruhrrevier als Kulturhaupstadt 2010 auf sich lenken. Witten ist das gestern gleich bei der Eröffnung Tag der Local Hero-Woche gelungen.

"Wie Sie das hier machen, in so internationaler Atmosphäre, das ist einfach klasse", lobte Jürgen Fischer, Programmkoordinator der Ruhr.2010 GmbH die Auftaktveranstaltung und blickte in eine wirklich bunte Runde. Franzosen, Engländer Polen, Israelis und Russen waren mit ihren Wittener Gastgebern gekommen und auch gleich die Akteure des ersten Tages. Der Wittener Partnerschaftsverein hatte ein Konzert mit vielen Musikern aus Wittens Partnerstädten organisiert.

"Bottrop hatte Gelegenheit, seine kulturelle Vielfalt zu zeigen. Wir machen nun die Bühne frei für die Kulturhelden der Stadt Witten", sagte Bottrops zweite Bürgermeisterin Monika Budke bei der Übergabe des "Staffelstabes" der Local Hero-Wochen an Bürgermeisterin Sonja Leidemann. Gleichzeitig überreichte die Bottroperin das Dins-Laken, ein von der ersten Local-Hero-Stadt Dinslaken auf die Reise geschicktes großes, weißes Laken, auf dem sich alle Teilnehmer-Städte künstlerisch verewigen sollen.

"Wir können stolz sein, für die kommende Woche so viele kulturelle Veranstaltungen organisiert zu haben, und ich hoffe, dass die auch alle ganz viel Zulauf finden" appellierte Leidemann an die Wittener, diese besondere Woche, in der Witten im Mittelpunkt des Kulturhauptstadtjahres steht, nicht auf dem Sofa zu verbringen.

Französische Chansons sangen anschließend Gäste aus Beauvais auf der Studiobühne, Israelis spielten Jazz, und im Saal waren am Abend die Joe-Richardson-School-Band und der Kinderchor "Drushba" zu hören. Der Partnerschaftsverein nutzte den Tag, um seinen Partnerschaftspreis diesmal an Brigitte Koch aus Witten und Mary Golletz aus Barking zu verleihen.